Posts Tagged “Piraten”
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Vor einigen Tagen habe ich dem Studenten für Medientechnik Patrick Santy (PS) aus Amberg ein Interview zum Thema “Die Piraten und das Urheberrecht” gegeben. Er hat mir freundlicherweise die Erlaubnis erteilt, dieses Interview hier zu posten.
Ein Captain, seine Crew und das Urheberrecht
Es ist ein altes Thema. Ich kann mich noch nicht mal mehr genau erinnern, wann es noch kein Thema war. Muss wohl in den frühen Neunzigern gewesen sein. Es ist die seltene Art von Thema, die so ausgelutscht und durchgekaut ist, dass ein undurchsichtiger Brei übrig bleibt in dem sich keine Sau mehr zurechtfindet.
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“Wir entern die Parlamente” – so das klar definierte Ziel der PIRATEN. Uneins ist man nur, was den Weg dahin betrifft.
Man hat mir in letzter Zeit immer wieder vorgeworfen, ich würde meine Möglichkeiten nutzen, um den Kurs der PIRATEN zu beeinflussen. Manchmal frage ich mich, welche Vorstellung von politischer Beteiligung diejenigen haben, die meinen, dass ich das nicht tun sollte! Daher habe ich mal zusammengefasst, wie ich denke, dass wir Wahlen gewinnen.
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Nein, LiquidFeedback darf auf keinen Fall vollkommen anonym betrieben werden. So sehr ich das Bedürfniss, seine Meinung ohne Furcht vor Konsequenzen äußern zu können, verstehe und teile, bin ich dennoch davon überzeugt, dass wir kein System installieren dürfen, in dem nur eine Handvoll Administratoren sicher wissen, dass nur echte Accounts angelegt wurden und alle Accountinhaber noch immer aktive Piraten sind.
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 © Matzi55 / PIXELIO
Die Basis
Wie viele Piraten werden wohl wissen, was ein Methicillin-resistenter Staphylococcus aureus ist? Ich schätze, dass keine 5% der Piraten erklären können, was das ist und warum die Piraten sich für die Bekämpfung unbedingt stark machen müssen! Manch grün angehauchter Pirat wird bei der Forderung „Geschwindigkeitsbegrenzungen dürfen nur dann angeordnet werden, wenn sie sorgfältig geprüft wurden, weil sie sonst einschränken“ zucken. Sind es interaktive Pinnwände für kommunalpolitische Beteiligung oder die Aufgaben der Landesbank wert, einen Infostand in jeder Stadt Baden-Württembergs zu machen? Was hält eigentlich die Mehrheit der Piraten vom Thema Religionsunterricht für „nicht-christliche Religionen“?
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Immer wieder wird von verschiedenen Seiten – sowohl in den Medien als auch von einzelnen Mitgliedern – der Eindruck erweckt, die Piratenpartei sei frauenfeindlich. Ich habe im Laufe der letzten Monate, vergessen wir nicht, es ist für die meisten von uns nicht mal ein ganzes Jahr, dass wir dabei sind, viele engagierte Piraten kennen gelernt. Es waren Männer und Frauen, die gemeinsam angepackt haben um uns voran zu bringen.
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 Fotograf: Tobias M. Eckrich
Es war
Auf dem Bundesparteitag 2010 der PIRATEN waren in Bingen 1001 Piraten akkreditiert und sie haben den #BPT10 zu einem richtig großen Event gemacht. Ein paar Gedanken dazu habe ich aufgeschrieben.
Damit diese Veranstaltung so laufen konnte, wie sie lief, haben im Vorfeld wirklich viele Leute in den verschiedenen Orgateams unglaublich viel geleistet. Leider habe ich es versäumt, all die, die für die Technik, die Orga, Auf- und Abbau tagelang alles gegeben haben, einmal auf die Bühne zu holen. Das sollte nicht mehr passieren.
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Jede Diskussion um die Erweiterung unseres Parteiprogramms enthält das Argument, dass unsere Wähler uns am Infostand fragen, was wir zu diesem oder jenem Thema sagen. Unterlegt wird das Argument mit der Angst, ein Wähler könnte uns seine Stimme versagen, wenn wir zu einem Thema keine Aussage machen.
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Ich hatte es satt. Alle vier Jahre durfte ich mit meinem Kreuz beeinflussen, wer von nun an in der Politik unseres Landes das Sagen hat. Es wurden Versprechungen gemacht und Müntefering fand es sogar unfair, dass er als Politiker nach der Wahl an den Wahlversprechen gemessen wurde! Also habe ich – wie viele andere der fast 12.000 Piraten wohl auch – beschlossen, dass es an der Zeit ist, mehr Einfluss auf die Politik zu nehmen und wurde Pirat. Den Rest des Eintrages lesen »
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Unter den Piraten gibt es auch die Meinung, dass Strukturen an sich böse seien und beim Aufbau der Piratenpartei vermieden werden müssen. Wir sollen auf Vorstände und Verbände auf verschiedenen Ebenen möglichst weitgehend verzichten. Das könnte dann so aussehen, dass es einen Bundesvorstand gibt, der die grundlegenden Verwaltungsaufgaben übernimmt und vielleicht gibt es noch Landesverbände, weil der Bundesvorstand mit 12000 Piraten alleine überfordert wäre und das Parteiengesetz diese vorschreibt. Alles andere wären dann entweder Crews, Stammtische oder Arbeitsgruppen oder wie auch immer genannte Zusammenschlüsse von Piraten. Den Rest des Eintrages lesen »
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Und da war noch der Vorstand einer Gliederung der Piratenpartei, der durch – vorsichtig formuliert – ungeschickte Postings in den Mailinglisten der Piraten für etwas Unmut unter seinen Piratenfreunden sorgte. Als er erkannte, dass dies nicht so gut ankam, hat er eine geniale Idee: Er gab an, dass dies seine private Meinung gewesen sei. Wie zur Unterstützung verfasste ein weiterer Vorstand an dieselbe Liste eine Mail in der er einen Teil des Inhalts mit einem Kennzeichen /*PIRVAT MEINUNG einschloss.
Dieses Vorgehen verschlägt mir die Sprache. Liebe Autoren in Mailinglisten, es ist sinnlos, einen Kommentar in eine Mail einzutragen um den dann folgenden Teil vor dem lesenden Publikum zu verstecken. Abonnenten von Mailinglisten sind keine Compiler, die bestimmt markierten Text überlesen. Ich glaube aber, der Autor weiß das.
Was mich zu der Vermutung veranlasst, dass der Autor sogar wollte, dass die Allgemeinheit seinen Text als Ganzes liest, der markierte Teil also nicht privat ist. Aber was bitte ist er dann? Will uns der Autor suggerieren, dass er zwei Meinungen hat und diese abwechselnd – oder gar gleichzeitig – präsent sind und den Weg in die Öffentlichkeit suchen? Ich verstehe diese Menschen nicht. Ich hoffe aber nicht, dass dies um sich greift und immer mehr Politiker anfangen, in der Öffentlichkeit eine Erst- und eine Zweitmeinung, vielbeschäftigte gar noch eine Drittmeinung zu äußern. Ich hoffe vielmehr, dass sie es weiter so machen, dass sie mit ihrer privaten Meinung genau das tun, wozu sie gedacht ist: sie behalten sie für sich!
In diesem Sinne – meine Meinung.
sekor
Und da war noch der Vorstand einer Gliederung der Piratenpartei, der durch – vorsichtig formuliert – ungeschickte Postings in den Mailinglisten der Piraten für etwas Unmut unter seinen Piratenfreunden sorgte. Als er erkannte, dass dies nicht so gut ankam, hat er eine geniale Idee: Er gab an, dass dies seine private Meinung gewesen sei. Wie zur Unterstützung verfasste ein weiterer Vorstand an dieselbe Liste eine Mail in der er einen Teil des Inhalts mit einem Kennzeichen /*PIRVAT MEINUNG einschloss. Den Rest des Eintrages lesen »
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