Stefan Körner

Freiheitskämpfer in der Digitalisierten Demokratie

26. Februar 2015
von Stefan
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Rede am PAM 2015

Piratiger Aschermittwoch 2015

Piratiger Aschermittwoch 2015

Hier meine Rede am Piratigen Aschermittwoch 2015 in München:

Geh weg, des kannst du ned!
Ich dachte, ich erzähle mal ein bisschen etwas über mich. Ich komme aus einer eher vorsichtigen Familie. Bei uns ist das Zutrauen in die Fähigkeiten anderer, um es freundlich auszudrücken, sehr gemäßigt. Das könnte daran liegen, dass ich aus der Oberpfalz komme, bei uns sagt man auch: nicht geschimpft ist gelobt genug. Aber ich denke, dass es in unserer Familie schon noch etwas Besonderes ist. Ich erinnere mich da an zwei Gegebenheiten, die viele Jahre zurückliegen. Mein Vater ist Maurermeister und Bauingenieur, kennt sich also ein wenig aus, was Hausbau betrifft und eines Tages hatten wir beschlossen, das Dachgeschoss auszubauen. Mit den Sanitär- und Heizungsarbeiten wurde eine Fachfirma beauftragt. Jetzt könnte man davon ausgehen, wenn man eine Fachfirma beauftragt, wird das schon alles seine Richtigkeit bei der Ausführung haben. Weit gefehlt, Fakt ist, mein Vater ist jeden Abend nach Feierabend hergegangen und hat alles auseinander genommen, was tagsüber installiert wurde und neu zusammen gebaut. Und als ich ihn fragte, warum er das mache, meinte er: „die können das nicht“.
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10. Februar 2015
von Stefan
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Update für das Konzept „Datenschutz“

Wieder haben wir Meldungen über tausende ungeschützte Datenbanken mit Kundendaten im Netz. Im konkreten Fall soll es sich um 40.000 Datenbanken – komplette Datenbanken, nicht einzelne Daten wohlgemerkt – handeln in denen wohl von Adresse, Geburtsdaten, Kreditkarten und Kontoinformationen noch zahlreiche weitere zum Teil sicher auch persönliche Informationen von uns handeln. Unsere Privatsphäre, unsere Intimsphäre, unser digitales Ich ungeschützt und für jeden Neugierigen im möglichen Blick. Das ist für den Datenschutz so etwas wie der Super-GAU. Ein Datenschutz-Unfall der größten anzunehmenden Kategorie. Und es wird noch etwas dauern, das das tatsächlich bei den Menschen, bei den Betroffenen und irgendwann später auch bei den Verantwortlichen ankommen wird.
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28. Januar 2015
von Stefan
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Netzpolitik

Wir sind Teil einer Veränderung, einer Revolution die vor Jahrzehnten zunächst zögernd begann und sich immer schneller auf der gesamten Welt verbreitete. Innerhalb eines halben Menschenlebens haben die Computer und das Internet unsere Welt auf den Kopf gestellt und der Menschheit Möglichkeiten eröffnet, die alles noch vor 50 Jahren Vorstellbare weit übertrifft.

Wir PIRATEN gehören zu der ersten Generation die mit den Möglichkeiten des Internets aufgewachsen sind. Wir gehen nicht ins Internet, es ist unser ständiger Begleiter, wir sind Teil des Internets. Unsere Art zu denken, zu handeln und zu fühlen, unsere Sicht auf die Welt ist geprägt von den technologischen Möglichkeiten mit denen wir aufwuchsen – die für uns selbstverständlich sind.
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12. März 2014
von Stefan
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Liberale soziale Bürgerrechtspartei

Vor ein paar Tagen habe ich ein paar Zeilen zur begrifflichen Ausrichtung der Piratenpartei geschrieben.

Eine kleine Diskussion heute Morgen – hier nachzulesen – hat mich auf eine Idee gebracht. Wir haben es mit „Piraten“ schon geschafft einem Wort eine politische Bedeutung zu geben. Lasst uns jetzt noch dafür sorgen, dass die Piratenpartei als eine, unter unseren Mitgliedern klar mehrheitsfähige, politische Ausrichtung wahrgenommen wird:

Die Piratenpartei ist die liberale soziale sozialliberale Bürgerrechtspartei in Deutschland.
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28. Februar 2014
von Stefan
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Beim Sterben zusehen

Die ZEIT schreibt in einem sehr lesenswerten Artikel „Eine Partei stirbt“ über die Piraten:

Wenn eine Partei sich unter dem Brennglas öffentlicher Aufmerksamkeit und im Kampf um Macht zerstreitet, ist das ein politisches Versagen. Wenn sie sich nach ihrem Absturz, wenn niemand mehr etwas von ihnen erwartet und keine Wahl sie unter Druck setzt, weiter selbst zerlegt und auflöst: dann ist das ein Offenbarungseid. Es zeigt, dass die Piratenpartei in ihrer bisherigen Form nicht überlebensfähig ist.

Und weiter:

Es gibt, ja es kann in dieser Partei niemanden geben, der die alten Konflikte löst. Weil es dazu Autorität bräuchte und Strukturen, Entscheidungen und Vertrauen. In den mittlerweile acht Jahren seit ihrer Gründung haben die Piraten sich Autorität und Strukturen verweigert, Entscheidungen unmöglich gemacht, und Vertrauen zerstört.

Machen wir es kurz: irgendwelche konstruktive Vorschläge? Oder wollen wir dieser Partei, in die viele von uns ganze Lebensjahre investiert haben, beim Sterben zusehen?

Stefan